Montag, 26. Juni 2017

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Iran

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Zu Meldungen über die drohende Hinrichtung des jungen Iraners Peyman Barandah erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler, am 28.04.2017:

>>Die für den 10.05.2017 geplante Hinrichtung des jungen Iraners Peyman Barandah erfüllt mich mit größter Besorgnis.

Peyman Barandah war zum Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Taten erst 15 Jahre alt. Es bestehen beträchtliche Zweifel daran, dass in seinem Verfahren rechtsstaatliche Prinzipien eingehalten wurden. Drei Anträge auf Wiederaufnahme des Verfahrens aufgrund der Änderungen im iranischen Jugendstrafrecht sind ohne Begründung abgelehnt worden.


Verhaftung von 20 arabischen Bürgern und kollektive Hinrichtung junger Männer in verschiedenen Städten




Am 3. Mai 2017 wurden im Morgengrauen acht Häftlinge, darunter zwei Frauen, im Gohardasht-Gefängnis erhängt. Die beiden Frauen waren ins Gohardasht-Gefängnis von dem Gefängnis in Gharechak Varamin verlegt worden. Andere Häftlinge wurden am 29. April aus verschiedenen Abteilungen in Einzelhaft verlegt. Am 1. Mai wurde im Zentralgefängnis von Hamedan ein weiterer Häftlinge erhängt.

Einige Tage zuvor, am 25. April, wurden bei einer Razzia von Regierungstruppen in einer der Nachbarschaften von Shushtar zwanzig arabische Bürger verhaftet. Außerdem wurden vom 30. April bis zum 2. Mai in Ahvaz, Abadan und Qom 106 Menschen, die meisten von ihnen junge Mädchen und Jungen, verhaftet.

Das iranische Regime verlegt sich am Vorabend der Scheinwahl und aus Furcht vor zunehmenden Protesten und einer Erhebung des unterdrückten Volkes auf Massenhinrichtungen und Massenverhaftungen junger Menschen.

Verein für Nothilfe e.V. - Menschenrechtsorganisation und Hilfe für Flüchtlinge

Der Verein für Nothilfe e.V. ist ein eingetragener und anerkannter gemeinnütziger Verein. Es ist unserer erklärtes Ziel als Menschenrechtsorganisation, bei der Verteidigung von Menschenrechten die internationale Unterstützung für die Bevölkerung im Iran zu gewinnen.

Mit einer Reihe umfangreicher Aktivitäten, die wir gemeinsam mit unseren Schwestervereinen und Menschenrechtsorganisationen in andere europäische Länder planen und ausführen, wollen wir die Verbrechen des Regimes im Iran aufdecken und Unterstützung für die Opfer und ihrer Menschenrechte leisten. Mit unseren Konferenzen, Meetings und Aktionen, die 24 Stunden am Tag die Nachrichten des Aufstandes ausstrahlen, geben wir den Menschen Mut im Kampf gegen Unterdrückung.

Neben unserer Vereinsarbeit unterstützen wir das Internationale Komitee der Juristen, dass die Opfer der Niederschlagung des iranischen Aufstandes verteidigt. Dieses Komitee leitet - neben der Öffentlichkeitsarbeit zu den Gräueltaten des Mullah-Regimes - die rechtlichen Schritte gegen die Verantwortlichen der Verbrechen.

Für uns ist die Unterstützung der iranischen Bevölkerung eine dringende menschliche Aufgabe. Nicht nur für die Demokratie im Iran sondern für den gesamten Weltfrieden.